Statistik und Controlling: Umsatz, Marge, Preisentwicklung

23. August 2026· OfficeOmni· 5 Min. Lesezeit

Das Dashboard wertet Ihre Belege aus: Umsatz, Marge, offene Beträge, Top-10-Listen und die Preisentwicklung je Produkt.

Welche Produkte tragen den Umsatz? Wo stimmt die Marge nicht? Welcher Kunde ist wirklich der wichtigste — nach Umsatz oder nach Ertrag? OfficeOmni beantwortet das ohne Export nach Excel: Über die Schaltfläche Statistik in der Werkzeugleiste der Belegliste öffnet sich das Fenster Statistik & Controlling und wertet Ihre Belege aus.

Der Kurzhinweis der Schaltfläche nennt es beim Namen: Statistik- und Controlling-Dashboard öffnen. Was Sie dort sehen, stammt aus denselben Belegen, mit denen Sie täglich arbeiten — es gibt keine zweite Datenpflege.

Das Dashboard fasst Umsatz, Marge und offene Beträge zusammen

Den Zeitraum wählen

Ganz oben steht das Feld Zeitraum: mit den festen Bereichen Heute, Letzte 7 Tage, Aktueller Monat und Aktuelles Jahr. Alle Zahlen und Tabellen darunter richten sich danach. Aktualisieren rechnet mit dem gewählten Zeitraum neu.

Die Kennzahlen im Kopf

KachelWas sie zeigt
UmsatzDer Umsatz im gewählten Zeitraum.
MargeDer Rohertrag — ausdrücklich nur Positionen mit bekanntem Einkaufspreis. Wo im Artikelstamm kein Einkaufspreis hinterlegt ist, fließt die Position nicht ein.
RechnungenDie Anzahl der Rechnungen im Zeitraum.
Offene Rechnungen / Bezahlte RechnungenDie Aufteilung nach Zahlungsstand.
Offener BetragWas insgesamt noch aussteht — die Zahl, auf die es beim Mahnwesen ankommt.

Die Marge ist nur so gut wie Ihre Einkaufspreise. Fehlen sie bei vielen Artikeln, sieht der Ertrag kleiner aus, als er ist — die betroffenen Positionen fehlen schlicht in der Rechnung. Ein gepflegter Einkaufspreis im Artikelstamm ist die Voraussetzung für belastbare Zahlen.

Umsatzverlauf und Ranglisten

Unter den Kacheln zeichnet Umsatzverlauf pro Monat die Entwicklung als Kurve. Daneben stehen drei Ranglisten:

TabelleSpaltenWofür
Top 10 Produkte nach Umsatz ArtNr, Bezeichnung, Menge, Umsatz, Marge Die Umsatzträger. Ein hoher Umsatz bei kleiner Marge ist hier sofort zu sehen.
Top 10 Produkte nach Marge wie oben, zusätzlich Marge % Die Ertragsbringer. Oft andere Artikel als in der Umsatzliste — genau das ist der Erkenntnisgewinn.
Top 10 Kunden nach Umsatz Kunde-Nr, Kunde, Umsatz, Marge Wer trägt das Geschäft. Grundlage für Konditionsgespräche.

Warnungen: zu hohe Rabatte

Rechts steht der Kasten Warnungen. Er sammelt Positionen, die mit einem auffällig hohen Rabatt verkauft wurden — die Schwelle liegt bei 30 Prozent. Jede Zeile nennt die Bezeichnung und den Hinweis dazu.

Das ist kein Fehler, sondern ein Prüfauftrag: Manche Rabatte sind vereinbart, andere entstehen durch einen Tippfehler im Belegeditor. Wer die Liste regelmäßig durchgeht, findet beides.

Die Detailanalyse eines Produkts

Unter den Tabellen steht der entscheidende Hinweis: Doppelklick auf ein Produkt oder einen Kunden öffnet die Detailanalyse. Bei einem Produkt führt er in das Fenster Preisentwicklung pro Produkt — und das ist die eigentliche Controlling-Funktion.

Der Preisverlauf

Das Fenster zeichnet den Verkaufspreis über die Zeit. Vier Schalter steuern, was die Kurve zeigt:

  • Netto (sonst Brutto) — umschalten zwischen Netto- und Bruttopreis.
  • Gleitender Ø — legt einen geglätteten Mittelwert über die Kurve, damit einzelne Ausreißer den Trend nicht verdecken.
  • Rabatt — blendet den gewährten Rabatt zusätzlich ein.
  • Korrekturen/Storno — zeigt auch die Zeilen aus Korrekturen und Stornierungen an.

Die Kennzahlen des Produkts

KennzahlBedeutung
Letzter Preis nettoDer zuletzt tatsächlich erzielte Preis.
Ø Preis nettoDer einfache Durchschnitt über alle Verkäufe.
Gewichteter Ø nettoDer nach Menge gewichtete Durchschnitt — die ehrlichere Zahl, wenn große und kleine Aufträge sich mischen.
Ø MargeDer durchschnittliche Rohertrag. Steht hier unbekannt, fehlt der Einkaufspreis.
Niedrigster Preis / Höchster PreisDie Spanne, in der dieser Artikel verkauft wurde.
Verkaufte Menge / Umsatz nettoDie Mengen- und Umsatzsumme im Zeitraum.

Jeder einzelne Verkauf

Ganz unten listet Einzelverkäufe jede Zeile für sich: Datum, Dok-Nr, Dokumentart, Kunde, Menge, EP netto, EP brutto, Rabatt % und Marge. Ein Doppelklick auf eine Zeile öffnet den zugehörigen Beleg — von der Kennzahl zurück zum Vorgang in zwei Klicks.

Der Hinweis unter der Tabelle ist wichtig: Korrektur- und Stornozeilen sind enthalten, fließen aber nicht in die Verkaufspreis-Kennzahlen ein. Ein stornierter Verkauf verfälscht den Durchschnittspreis also nicht.

Wenn keine Zahlen erscheinen

Meldet das Fenster Keine Statistikdaten im gewählten Zeitraum und fragt Wurde der Statistik-Datenbestand schon aufgebaut?, fehlt die Auswertungsgrundlage. Dafür gibt es die Schaltfläche Daten neu aufbauen mit dem Kurzhinweis Admin: Statistik-Faktentabelle aus allen Belegen neu aufbauen.

Der Neuaufbau geht alle Belege Ihrer Firma durch und dauert bei großen Beständen entsprechend lange. Er ist ein Verwaltungsschritt, kein Alltagsknopf — im Normalbetrieb schreibt OfficeOmni die Auswertungsdaten laufend mit.

Häufige Fragen

Warum weicht der Umsatz von meiner Buchhaltung ab?

Das Dashboard rechnet auf Basis Ihrer Belege im gewählten Zeitraum. Buchhaltungszahlen folgen anderen Stichtagen — etwa dem Zahlungseingang statt dem Rechnungsdatum. Für den Jahresabschluss bleibt die Buchhaltung maßgeblich.

Warum steht bei vielen Produkten „unbekannt“ als Marge?

Weil im Artikelstamm kein Einkaufspreis hinterlegt ist. Die Marge lässt sich ohne ihn nicht rechnen, und OfficeOmni schätzt nicht.

Zählen Angebote mit?

Nein. Die Kennzahlen beziehen sich auf Rechnungen — ein Angebot ist noch kein Umsatz.

Kann ich die Auswertung ausdrucken oder exportieren?

Für Auswertungen, die außer Haus gehen, ist der Belegexport der richtige Weg: siehe Belege exportieren.

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