Azure-KI oder eigene Unternehmens-KI: die Wahl des Anbieters
OfficeOmni bezieht seine KI-Leistung aus zwei möglichen Quellen: aus der Azure-Cloud oder aus einem Rechner in Ihrem eigenen Firmennetz. Die Wahl betrifft nicht nur die Kosten, sondern vor allem die Frage, wohin Ihre Daten zur Verarbeitung wandern.
Azure-KI: der Normalfall
Ohne eigenen Server laufen alle KI-Funktionen über Azure. Die Zugangsdaten dafür liegen zentral auf dem OfficeOmni-Server und werden beim Anmelden geladen — am Arbeitsplatz ist nichts einzurichten. Genau deshalb meldet der Assistent ohne Cloud-Anmeldung, dass die KI nicht bereit ist: Ohne Anmeldung kommt die Konfiguration nicht an.
Über Azure laufen unter anderem der allgemeine KI-Assistent, die Belegerkennung, die Textvorschläge und die Bildbearbeitung.
Eigene Unternehmens-KI: alles bleibt im Haus
Alternativ können Sie einen eigenen KI-Server betreiben. Dabei läuft auf einem Rechner in Ihrer Firma das kostenlose Programm Ollama und stellt ein Sprachmodell bereit. Der Vorteil ist eindeutig: Die verarbeiteten Daten verlassen Ihr Netz nicht.
Wichtig zur Einordnung: Diese Möglichkeit gilt nicht für alle KI-Funktionen, sondern für die Textsynthese im Bereich Webshop und Produktdaten. Das Programm weist beim Start eines solchen Laufs ausdrücklich darauf hin, dass die Verarbeitung über den internen Server läuft und die Produktdaten dorthin gesendet werden.
Die beiden Wege im Vergleich
| Frage | Azure-KI | Eigene Unternehmens-KI |
|---|---|---|
| Einrichtung | keine — kommt vom Server | einmalig durch Ihre IT |
| Wohin gehen die Daten | zum Azure-Dienst | in Ihr eigenes Netz |
| Umfang | alle KI-Funktionen | Textsynthese für Produktdaten |
| Laufende Kosten | über Ihr KI-Kontingent | eigene Hardware und Strom |
| Voraussetzung | Cloud-Anmeldung | erreichbarer Server mit geladenem Modell |
Was Sie als Anwender eintragen
Für den eigenen Server sind genau zwei Angaben nötig, alles Weitere erledigt Ihre IT:
- Server-URL — die Adresse des internen KI-Servers, zum Beispiel http://gpu-server:11434/v1. Nur http und https sind zulässig.
- Modell — die Bezeichnung des Sprachmodells, zum Beispiel qwen2.5:14b-instruct.
Fehlt eine der beiden Angaben oder ist die Adresse ungültig, weist das Programm beim Speichern darauf hin und startet keinen Lauf.
Wann sich der eigene Server lohnt
Ein eigener Server ist sinnvoll, wenn Sie viele Produkttexte erzeugen und die Daten aus rechtlichen oder betrieblichen Gründen im Haus bleiben sollen. Für gelegentliche Nutzung ist der Aufwand kaum gerechtfertigt: Sie brauchen einen dauerhaft laufenden Rechner mit ausreichend Arbeitsspeicher, und die Qualität hängt unmittelbar am gewählten Modell.
Beide Wege schließen sich nicht aus. Der interne Server übernimmt die Produkttexte, alles Übrige läuft weiter über Azure.
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